06/2014 Pressekonferenz Jugendkirchentag

Reden über Gott und die Welt auf kreative Weise

 

Vom 19. bis 22. Juni kommt der Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nach Darmstadt

 

DARMSTADT. Vom 19. bis 22. Juni kommt der Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nach Darmstadt. Mehr als 4000 junge Menschen erwartet dann ein vielfältiges Programm aus Konzerten, Gottesdiensten, Lesungen, Workshops, Sportangeboten und Cafés. 291 Angebote bietet der Kirchentag für junge Menschen in vier Tagen an fünf verschiedenen Orten in der Innenstadt. Die Themenparks „Ich und ich“, „Ich und Gott“, „Ich und andere“, „Ich und Welt“ laden zum Nachdenken, zu Gemeinschaft, zu Action und auch Relaxen ein.

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag im Offenen Haus in Darmstadt hat Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Bedeutung des Jugendkirchentags hervorgehoben: „Der Jugendkirchentag ist etwas ganz Besonderes für die EKHN und in dieser Größenordnung auch etwas Einzigartiges in der Evangelischen Kirchen in Deutschland.“ Das Programm werde nicht nur für, sondern auch von Jugendlichen wesentlich mit gestaltet und geprägt. Das sei mitunter unkonventionell und herausfordernd. Gerade weil heute die Weitergabe von religiösen Inhalten in Familien nicht mehr selbstverständlich sei, sei es „wichtig, solche Angebote zu machen“. Themen zur gesellschaftlichen Verantwortung beim Jugendkirchentag kämen im Wesentlichen von den Jugendlichen selbst. Sie wollten sich mit Glauben aber auch mit dessen Konsequenzen in ihrem Leben auseinandersetzen, so Jung. „Wir wollen Jugendliche motivieren, unsere Kirche und unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

 

Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, begrüßte den Jugendkirchentag als „gut zu Darmstadt passende Veranstaltung“, auch wenn mit Schlossgrabenfest, Heinerfest, Fußballweltmeisterschaft und Aufstieg der Lilien in diesen Wochen insgesamt viel in Darmstadt los sei. Jugendliche seien auf der Suche nach Werten und Spiritualität. Auch angesichts eines zunehmenden Autoritätsverlusts der Kirchen sei es gut, dass die evangelische Kirche Jugendlichen ein solches Angebot mache. „Wir brauchen die Stimme, die Kraft, die Angebote, aber auch die Kritik der Kirchen“, so Partsch.

 

Der gastgebende Dekan Norbert Mander dankte zunächst dem Stadtjugendpfarramt und der Evangelischen Jugendvertretung, die den Jugendkirchentag von Darmstadt aus mit organisiert haben. „Wir sind in der evangelischen Jugendarbeit stadtweit gut aufgestellt und vernetzt“, so Mander. Der Jugendkirchentag biete das Erlebnis „Wir sind viele“, das nicht zu gering zu schätzen sei. Die Erfahrung von Gemeinschaft und das Reden über Gott und die Welt auf kreative Weise und auf Augenhöhe sei ein wichtiger Aspekt des Jugendkirchentages. Dabei habe Action genauso einen Platz wie stille Orte. Er verspreche sich auch vom Jugendkirchentag, dass er haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der evangelischen Kirche in Darmstadt Bestätigung und Rückenstärkung für ihre Arbeit gebe.

 

Für Stadtjugendpfarrer Gernot Bach-Leucht bietet der Jugendkirchentag viele Wahlmöglichkeiten für Jugendliche „zu finden, was meins ist“. Hier würden unterschiedliche Bedürfnisse erfüllt. Das Ereignis bilde die Breite kirchlicher Jugendarbeit ab, die ein Qualitätsmerkmal der evangelischen Kirche sei.

 

Projektleiter Hans-Joachim Adolph, Geschäftsführerin Karen Emmermann und Pressesprecherin Laura Gleichmann stellten Organisation und Programm vor. Anmeldungen von teilnehmenden Gruppen aus dem ganzen Kirchengebiet und darüber hinaus kämen täglich.
„Was hat Glaube mit meinem Leben zu tun?“ Darum gehe es vor allem beim Jugendkirchentag, sagt Hans-Joachim Adolph. Mit Jugendlichen über ihr Leben, Religion, Kirche und Glaube ins Gespräch kommen sei eine „Zukunftsaufgabe für die ganze Kirche“. Denn auch davon hänge es ab, ob unsere Kirche auch in Zukunft Menschen begeistert, ihnen Antworten auf Lebensfragen gibt und eine gastfreundliche Kirche ist.
Der Darmstädter Autor Florian Sitzmann hat eine Patenschaft für den Jugendkirchentag übernommen. Neben den Tagesveranstaltungen gibt es am Freitag (20.) und Samstag (21.) ein offenes Programm auf der Bühne am Friedensplatz. Über angemeldete Dauerteilnehmer (49 Euro) hinaus können Besucher auch Tageskarten (15 Euro) erwerben und an Konzerten teilnehmen. Auch für Erwachsene gibt es ein Begleitprogramm. Das Programm kann jugendgemäß als App und auf der Homepage www.good-days.de abgerufen werden und liegt in Papierform vor.

 

Die Kosten für den Jugendkirchentag betragen 320000 Euro. 120000 Euro steuert die EKHN bei, 120000 kommt durch Fundraising, 20000 vom Fachbereich Kinder und Jugend der Gesamtkirche dazu. Der Rest werde durch Teilnehmerbeiträge finanziert, so Hans-Joachim Adolph.

 

Der Jugendkirchentag beginnt mit einem Eröffnungsgottesdienst am Donnerstag (19.) um 18 Uhr im Darmstadtium und endet dort mit einem Abschlussgottesdienst am Sonntag (22.) um 10 Uhr.

Geschrieben am 05.06.2014, 17:06 Uhr