Der 9. Jugendkirchentag und die Digitalisierung

Der 9. Jugendkirchentag und die Digitalisierung

[Weilburg; 2. Juni 2018; cw] Was derzeit in alle Talk Shows, Unternehmen und auf politischen Ebenen diskutiert wird, ist beim 9. Jugendkirchentag (JUKT) bereits unaufgeregter Alltag. Die 4000 Jugendlichen haben in Weilburg in der ganzen Innenstadt kostenloses WLAN und die Jugendkirchentags-App sagt ihnen welche Angebote gerade in ihrer Nähe stattfinden. Wenn die Jugendlichen die Stadt an der Lahn über das Fronleichnamswochenende bevölkern und belegen, spätestens dann ist das Digitale Zeitalter auch in Weilburg an der Lahn angebrochen.

Medienstarter versorgen alle sozialen Kanäle

Gregor Meinecke vom Team der 13 Medienstarter erzählt gerade den Fans des JUKT auf Snapchat: „So liebe Freunde des Jugendkirchentages. Ich zeig’ euch jetzt mal gerade, wo wir für euch medial aufgestellt sind. Wir haben eine Facebook-Seite: Good days and nights. Wir haben eine Website: Good days and nights. Da sind alle Infos drauf, das ganze Programm findet ihr hier. Wir haben einen Youtube-Kanal: Da gibt’s witzige Videos für euch rund um den Jugendkirchentag. Wir haben Twitter. Unter Jukt 18 findet ihr uns da. Wir haben Instagram: Auch Jukt18. Und wir posten auch ab und zu was auf der Seite von EKHN.“

Die Digitalisierung ist selbstverständlicher Bestandteil der „good days & nights“. Sie ist vor allem im Alltag integriert und braucht kaum extra Veranstaltungsangebote.

Es werden nicht nur alle digitalen Kanäle mit Bildern, Texten und Videos versorgt, zu den digitalen Angeboten vor Ort gehören auch Workshops zu Videoclipdance, die Wut Wand Emojis oder der Segensroboter „blessU2“.

Jugendkirchentag: Digital und analog Hand in Hand

Gepaart wird die für Jugendliche ganz normale digitale Welt selbstverständlich mit jeder Menge analogem Spaß in Weilburg. Kurz: die vier „good days & nights“ sind also die perfekte Kombination von digitaler und analoger Welt. Die Jugendlichen nutzen begeistert den persönlichen Austausch von „face“ to „face“ über Glauben, Zweifel und Themen die sie betreffen. Sie singen und klatschen mit in Jugendgottesdiensten, bei Konzerten und stimmungsvollen Abendgebeten. Die Teilnehmenden stürzen sich förmlich auf die erlebnispädagogischen Angebote, die Körper und Geist herausfordern.

Es braucht also keiner Sorge zu haben, dass die Jugendlichen vor lauter Smartphone und Sozialen Medien das „echte Leben“ verpassen. Beeindruckend und besonders auffällig: abends bei den Konzerten, etwa mit Samuel Harfst im Renaissancehof, war so gut wie kein störendes Smartphone-Licht zu von den 1.500 Besuchenden zu sehen. Statt greller Displays konnten die verteilten Knicklichter Atmosphäre verbreiten.

Im digitalen Zeitalter angekommen

Analoge, persönliche Begegnung und echte Erlebnisse sind nicht digital zu ersetzen. Davon gibt es jede Menge auf dem Jugendkirchentag. Aber das digitale Zeitalter macht Kommunikation, Absprachen und Orientierung deutlich leichter und es gehört heute schlichtweg dazu. Digitalisierung hilft auch menschliche Emotionen und gemeinsame Erlebnisse in Echtzeit gemeinsam anzuschauen, zu teilen und zu genießen. Nicht nur mit den Freunden vor Ort.

Geschrieben am 01.06.2018, 18:16 Uhr