Evangelisches Treffen im Zeichen von Offenheit, Nachdenklichkeit und Leichtigkeit

 Jugendkirchentag in Offenbach am Donnerstag eröffnet 

Offenbach, 26. Mai 2015. Am Donnerstagabend ist der 8. Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Offenbach von Hessens stellvertretendem Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir und Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung eröffnet worden. Am langen Fronleichnams-Wochenende sind in der Stadt am Main rund 3000 Jugendliche bei der Großveranstaltung für Mädchen und Jungen ab 13 Jahren zu Gast. Noch bis Sonntag können die jungen Besucherinnen und Besucher unter dem Titel „g(o)od days & nights“ aus über 250 Programmpunkten auswählen. Dazu gehören Konzerte, Arbeitsgruppen und Diskussionen ebenso wie Gottesdienste, Bibelarbeiten und Partys.

Zusammenleben ist Thema: Vom Friedensnetz bis Boxring zur Integration 

Das Treffen legt in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf das Zusammenleben der Kulturen und Religionen. So wird es auf der für Jugendliche deutschlandweit einmaligen Großveranstaltung vom Gottesdienst zum Thema Flüchtlinge über das knüpfen eines gemeinsamen Friedensnetzes bis zur Frage nach dem Boxsport als Integrationsmaßnahme gehen. Begegnungen mit jungen Geflüchteten stehen ebenso auf dem Programm wie Hintergrundinformationen zur Situation in Krisenländern unter dem Titel „Bloß weg von hier!“. Daneben sind Besuche in Moschee und Synagoge geplant. Das heimliche Motto der „g(o)od days & nights“ 2016 lautet denn auch: Offenheit in Offenbach. Neben Offenheit und viel Nachdenklichkeit soll es aber auch eine Portion Leichtigkeit bei dem evangelischen Treffen geben. Ein Hochseilgarten im Büsing-Park verspricht ungewöhnliche Ausblicke von oben auf die multikulturelle Stadt. Eine Party mit dem Jugendsender You FM heißt Mädchen und Jungen ebenso willkommen wie eine Skyline-Party auf einem extra gecharterten Ausflugsschiff. Das Organisationsteam verspricht in der Stadt am Main einen Kirchentag der kurzen Wege. Die Hauptveranstaltungsorte in der City wie das Büsing- Palais, der Alicenplatz, das Messegelände oder das Mainufer liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Tageskarten sind an den Veranstaltungsorten für 15 Euro erhältlich.

Aus den Eröffnungsreden: Toleranz üben und rosarote Brille wohldosiert aufsetzen 

Bei der Eröffnung des Jugendkirchentags bezeichnete Hessens stellvertretender Ministerpräsident Tarek Al-Wazir den Austragungsort als ideal: „Offenbach ist sicher eine der internationalsten Städte Deutschlands. Wer hier aufwächst, begegnet vielen Kulturen auf engem Raum – und lernt, dass mit Offenheit und Toleranz vieles gelingt.“ Im Eröffnungsgottesdienst warb der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, in einer Welt der Krisen mit viel Schwarzmalerei dafür, auch einmal Gottes „rosarote Brille wohldosiert aufzusetzen“. Sie könne helfen, neu Kraft zu finden und sich über „die Schönheit der Welt, das Wunder des Lebens, die Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit und über die Kraft des Lachens zu freuen“. Die Stellvertretende Kirchenpräsidentin, Ulrike Scherf, wies auf die Bedeutung hin, die Blickwinkel im Leben zu wechseln. Es sei wichtig, wahrzunehmen und zu akzeptieren, dass andere „sich vielleicht gerade ganz anders fühlen als ich und eine eigene Sicht auf die Dinge haben“. Dies sei Voraussetzung für das gegenseitige Verständnis. Zudem machten viele Sichtweisen das Leben erst reich. Dies gelte auch in Fragen des Glaubens.

Hintergrund Jugendkirchentag der hessen-nassauischen Kirche 

Alle zwei Jahre lädt die EKHN Jugendliche zu den „g(o)od days & nights“, ein. Nach den Städten Gießen, Wiesbaden, Friedberg/Bad Nauheim, Rüsselsheim, Mainz, Michelstadt und Darmstadt ist in diesem Jahr Offenbach Gastgeber. Die Zielgruppe sind Mädchen und Jungen zwischen 13 und 18 Jahren, aber auch junge Erwachsene. Mit der Großveranstaltung will die Kirche ein Forum für junge Menschen bieten, um über sich und ihren Glauben nachzudenken, sich kennenzulernen und auszutauschen, eine schöne Zeit zu genießen und zu spüren, dass sie Teil einer großen Gemeinschaft sind. Möglich w

Geschrieben am 27.05.2016, 08:37 Uhr